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Zahnarztpraxis und Labor
Dr. Günther Schlimbach

Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie, zert. nach BDIZ

News Zahngesundheit

Portrait Dr. Günther Schlimbach Herzlich willkommen auf den Webseiten meiner Praxis!
Auf diesen Internetseiten informiere ich Sie über die Leistungen und Besonderheiten meiner Zahnarztpraxis.

Dr. med. dent. Günther Schlimbach
Zahnarzt, Zahntechniker, Implantologe
4. April 2017

Zahnseide – eine Sache des gesunden Menschenverstands

„Studien haben es ans Tageslicht gebracht: Der landauf, landab lautstark propagierte Gebrauch von Zahnseide ist ohne messbaren Nutzen.“ Quelle

Diese Aussage ist nur eine von vielen Stimmen, die zurzeit das Thema Zahnseide kontrovers öffentlich diskutieren. Die einen weisen Studien vor, die belegen sollen, dass der Einsatz von Zahnseide ein unverzichtbares Muss ist. Die anderen glauben an eine Verschwörung der Nylonindustrie und haben ebenfalls einige Studien im Gepäck, die belegen, wie schlimm Zahnseide wirklich ist. Als Verbraucher, der sich um seine Zahngesundheit vernünftig kümmern möchte, hat man es in dieser Lage schwer. Wem sollte oder kann man denn nun in der Sache vertrauen? Nahezu alle Ansichten werden ja von entsprechenden Studien gestützt…wer hat dann also recht?

Wie funktioniert Zahnseide?

Zahnbelag oder auch Plaque ist eine der Hauptursachen für Karies und Parodontitis, den häufigsten Erkrankungen der Mundhöhle. Besonders dort, wo Zahnoberflächen nicht regelmäßig von Plaque befreit werden, entwickelt dieser seine krankheitsauslösende Wirkung. Mit einer Zahnbürste ist es, bei korrektem Putzen, allenfalls möglich ca. 70 Prozent der Zahnoberflächen zu reinigen. Die Zahnseide soll also in Ergänzung zur Zahnbürste und zu Zahnzwischenraumbürsten besonders enge Stellen zwischen den Zähnen von Plaque und Speiseresten befreien. Dazu ist eine besondere Technik notwendig, um Verletzungen am Zahnfleisch und eine gute Reinigungswirkung zu erreichen. Dazu sollten Sie sich von einem/einer Dentalhygieniker(in) oder einem Zahnarzt Ihres Vertrauens wie Dr. Schlimbach zeigen lassen, wie Sie Zahnseide richtig benutzen.

Seriöse oder unseriöse Studien?

Tatsächlich sind derzeit nicht nur die Verbraucher irritiert, wenn es um das Thema Verwendung von Zahnseide geht. Auch die Fachwelt ist sich eher uneins, wie eine Empfehlung auszusehen hätte. Die Anzahl der Studien zum Thema erweckt den Eindruck einer lebendigen Forschung, die von Studie zu Studie reifere Ergebnisse hervorbringt. Und das sollte doch eigentlich die Frage beantworten helfen, wie Zahnseide zu bewerten ist. Doch wie in vielen anderen Bereichen auch, sind sehr viele dieser Studien von Herstellern verschiedener Zahnpflegeprodukte in Auftrag gegeben und bezahlt worden. Das sorgt in vielen Fällen natürlich dafür, dass diese Studien nicht ergebnisoffen angefertigt werden, da ein Interesse an bestimmten Ergebnissen den Studienaufbau und/oder die Durchführung beeinflusst. Soweit nichts Neues, als Verbraucher kennt man das auch aus anderen Bereichen des Lebens. Beklagt werden muss hier also weniger die Breite, als die Tiefe vieler vorhandener Studien. Leider bringt uns das nicht sehr viel im Hinblick auf unsere ursprüngliche Frage: Sollte ich Zahnseide benutzen oder nicht?

Das sagt die Bundeszahnärztekammer

„Aus der Zusammenfassung der derzeitigen Studiensituation sollte nicht abgeleitet werden, dass eine weniger gründliche Zahnpflege ausreicht. Allein im Praxisalltag zeigt sich, dass Zahnseide ein brauchbares Hilfsmittel für die Reinigung der Zahnzwischenräume ist. Denn die Zahnbürste reinigt nur etwa 70 Prozent der Zahnoberfläche.“ Quelle: https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b16/2016_Position_Zahnseide.pdf

Also sprechen aus Sicht der BZÄK die praktischen Erfahrungswerte der Zahnarztpraxen deutlich FÜR den täglichen Gebrauch von Zahnseide. Natürlich sollte der Einsatz derselben gelernt sein, damit keine Verletzungen am Zahnfleisch entstehen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie Zahnseide verwenden sollten oder ob Sie diese richtig verwenden, sprechen Sie Dr. Schlimbach und sein Team beim nächsten Termin darauf an.

Viele Grüße,

Ihr Praxisteam Dr. Schlimbach.

12. March 2017

Zahnunfälle in Sport und Alltag 2/2

Zahnunfall – Was tun?

Falls sie an der betroffenen Stelle bluten sollten, versuchen Sie die Blutung mit sterilem Verbandmaterial durch zu stoppen, indem sie es auf die Wunde pressen. Suchen Sie den Zahn bzw. das Zahnstück. Achten Sie beim Anfassen des Zahns sehr genau darauf, nicht die Wurzel zu berühren, sondern lediglich die Krone! versuchen Sie keinesfalls, den Zahn zu reinigen und sorgen Sie dafür, dass dieser nicht austrocknet. Falls Sie keine Zahnrettungsbox zur Hand haben sollten, verwenden Sie zur temporären Aufbewahrung H-Milch, gesammelten Speichel, Kochsalzlösung oder Plastikfolie. Benutzen Sie weder Wasser noch ein feuchtes Taschentuch oder Ihre Mundhöhle als Lagermethode. Und, wie bereits gesagt, beeilen Sie sich auf Ihrem Weg zu Dr. Schlimbach und seinem Team, vor allen Dingen, wenn Sie keine Zahnrettungsbox zur Verfügung haben.

Die Zahnrettungsbox

Um die Folgen von Zahnunfällen möglichst gering zu halten, wurde die Zahnrettungsbox ‚erfunden‘. Es handelt sich dabei um ein Gefäß mit Zellnährlösung, die dafür sorgt, dass der Zahn oder Bruchstücke eines Zahns mehr als 24 Stunden aufbewahrt werden können, ohne dass Zellen der Wurzeloberfläche Schaden nehmen. Für ausführlichere Informationen besuchen Sie die Seite des Projekts ‚Zahnrettungskonzept‘ unter zahnrettungskonzept.info. Die Zahnrettungsbox ist in jeder Apotheke erhältlich. Sie kostet zwischen 15 und 20 €. Die Box mit der enthaltenen Nährlösung ist drei Jahre lang haltbar, bei Zimmertemperatur gelagert. Übrigens: In vielen Fällen wird bei Sport & Spiel der vollständige Zahn herausgeschlagen. Kommt dieser binnen weniger Minuten in die Zahnrettungsbox, sind die Chancen sehr hoch, dass der Zahn wieder erfolgreich eingesetzt und eingeheilt werden kann und noch viele Jahre gesund seine Dienste leistet. Familien mit Kindern, Sportler, Schulen, Sportvereine, Kindergärten und viele andere Personen wie Institutionen sind gut beraten, sich mit dem Projekt Zahnrettungskonzept auseinanderzusetzen.

Viele Grüße,

Ihr Praxisteam Dr. Schlimbach.

2. March 2017

Zahnunfälle in Sport und Alltag 1/2

Zahnunfälle?

Und schon ist es passiert: eine Ecke vom Zahnschmelz oder gleich ein ganzer Zahn liegen nach dem Unfall in der hohlen Hand. Ein Szenario, das manche von Ihnen bereits kennen. Meist geschieht es im Beruf, beim Sport oder auch beim Spiel. Einmal das Gleichgewicht verloren, eine Entfernung falsch eingeschätzt und der Zahnunfall ist da. Das Wichtigste in einem solchen Fall ist die Geschwindigkeit, mit der Sie reagieren und einen Facharzt wie Dr. Schlimbach aufsuchen. Experten geben an, dass ca. die Hälfte aller bis 50 Jahr alten Menschen in Deutschland bereits einen Zahnunfall im Leben erlitten haben. Bei den bis sechzehnjährigen Kindern und Teenagern geht man von ca. 30-40% Anteil derjenigen aus, die bereits einen Zahn oder einen Teil eines Zahns bei einem Unfall verloren haben. besonders schwierig daran ist, dass keine Brücken oder Implantate verwendet werden können, bevor das Wachstum nicht abgeschlossen ist. Dadurch stehen den Fachärzten nur sehr wenige Möglichkeiten zur Verfügung, den entstandenen zu begrenzen oder zu beheben. Lesen Sie diesen Artikel sorgfältig durch, ganz besonders, wenn Sie Kinder haben, viel Sport treiben, LehrerIn oder ErzieherInnen sind… Tatsächlich ist es nämlich in vielen Fällen möglich, ausgeschlagene Zähne wieder in den Kiefer zu verpflanzen oder ein Bruchstück eines Zahns erfolgreich wieder anzufügen. Dabei sollte man so wenig Zeit, wie möglich verlieren, da insbesondere die Zahnwurzelhaut sehr empfindlich ist (Statistisch sind in den meisten Fällen die Schneidezähne von einem Zahnunfall betroffen).

Lassen sich Zahnunfälle vermeiden?

In vielen Fällen heißt die Antwort sicherlich Nein, denn Unfälle passieren nun mal im Leben. Gerade Kinder scheinen es häufig geradezu darauf anzulegen, verrückte Unfälle zu bauen, zu erleben und zu erleiden. Doch gibt es auch Situationen, in denen man durchaus vorbeugen kann. Ein sogenannter ‚Mouth Guard‘ (Mundschutz) ist aus dem Boxsport den meisten bekannt. Auch im Hockey und Eishockey findet dieser Verwendung und hat über die vergangenen Jahre dank konsequentem Einsatz die Zahnverletzungsrate von über 50% auf unter drei% sinken lassen. Überlegen Sie selbst, ob ein Mund- bzw. Zahnschutz dieser Art auch für Sie und Ihre Sportart Sinn machen würde. Erwerben können Sie einen solchen Schutz relativ günstig in vielen Sportgeschäften. jedoch ist von der Verwendung eines solchen abzuraten. Zum einen passen diese Einheitsschutze nicht richtig, sodass der Sportler/die Sportlerin diesen mithilfe der Zähne selbst festhalten muss. Dies stört meist das Abrufen von Höchstleistungen. Zum anderen ist der Einheitsschutz unter Umständen nicht auf Ihre Sportart und die damit einhergehende, individuelle Gefährdungslage abgestimmt. Suchen Sie deshalb am besten einen Zahnarzt wie Dr. Schlimbach auf und lassen sich einen Mundschutz individuell anpassen. Individuell, was den Sitz anbelangt, als auch den Schutz vor der Art & Wucht der zu erwartenden Treffer.

Im nächsten Beitrag behandeln wir das Thema: “Zahnunfall – was tun?”

Viele Grüße,

Ihr Praxisteam Dr. Schlimbach.